Kroatien

Kroatien ist ein Reiseland im Südosten Europas, südlich von Slowenien. Ein großer Teil des Landes liegt an der Küste des Mittelmeeres, genauer an der Ostküste der Adria. Die Hauptstadt Zagreb befindet sich im Inland, in einer größtenteils recht flachen Ebene (Pannonische Tiefebene), die sich hinter dem Dinarischen Gebirge ausbreitet. Der höchste Berg des Landes ist mit 1831 Metern die Dinara. Die Urlaubsregionen Kroatiens befinden sich vor allem in der Küstenregion. Zahlreiche Urlauber kommen, um im kristallklaren türkisblau wirkenden Wasser der Adria zu baden, Strand, Sand und Sonne zu genießen und im Liegestuhl bei Meeresrauschen zu entspannen. Das Klima an der kroatischen Küste ist mediterran. Egal ob im Norden Kroatien auf der Halbinsel Istrien, in der Mitte rund um die Kvarner Bucht oder im Süden in Dalmatien – wer auch einmal allein sein will, findet immer irgendwo einen stillen Ort, eine kleine Bucht, die nur ihm allein „gehört“. In Istrien sind die Sommer angenehm warm, die Wasserqualität ist sehr gut. Neben belebten Badeorten wie Porec und Rabac gibt es für Ihren Kroatien Urlaub auf der Halbinsel ruhigere Ferienorte wie Visnjan und Medulin.

Kroatien

Zur Region der Kvarner Bucht gehören viele Inseln wie die bekannten Cres, Krk und Rab. Cres und Krk sind die größten Inseln Kroatiens und touristisch gut erschlossen. Cres ist mit der Fähre von Rijeka zu erreichen, Krk ist durch eine Brücke mit dem Festland verbunden. Nach Rab gelangt der Tourist mit der Fähre von Jablanac oder von Rijeka aus. Das Klima hier ist subtropisch und es gibt in diesem Teil Kroatiens viele schmucke Seebäder. Die bekannteste Stadt ist Rijeka. Bei einem Besuch dieser Hafenstadt können Touristen die Festung Trsat sowie die Altstadt mit der St.-Veits-Kirche besichtigen. Ein Spaziergang auf der Uferpromenade rundet die Stippvisite ab. Das südliche Kroatien – Dalmatien – ist bei Feriengästen ebenfalls sehr beliebt. An der lang gezogenen Küste finden sowohl Singles, Familien mit kleinen Kindern als auch Senioren ihr kleines Paradies. Schwimmen, Schnorcheln, Boot fahren, Wandern sowie weitere sportliche Betätigungen sind möglich.

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Im Hintergrund liegen malerisch die Berge, welche die kühle Kontinentalluft abfangen, in Richtung Westen erstrecken sich das Meer und die vielen kleinen Inseln wie Brac, Hvar, Ciovo, Veli Drvenik, Lastovo und Mljet. Auf letzterer befindet sich ein sehr schöner Nationalpark. Davon gibt es in Kroatien ferner weitere, einer der schönsten ist der Nationalpark Plitvicer Seen. 16 Seen sind durch zahlreiche Wasserfälle und Kaskaden miteinander verbunden, die Landschaft ist einmalig. Die bedeutendsten Städte Dalmatiens sind Dubrovnik, Split, Zadar und Sibenik. In jeder dieser Städte gibt es zahlreiche sehenswerte Bauwerke aus der Vergangenheit zu bewundern, vor allem die Altstädte mit ihren teilweise (in Dubrovnik gut) erhaltenen Stadtmauern sind Touristenmagnet.

Mljet

Die Insel Mljet befindet sich 30 Kilometer nordwestlich von Dubrovnik und zählt zu den grünsten Inseln der Adria. Auf einer Länge von 37 Kilometern finden Touristen eine Oase der Ruhe und können einen Ausflug in die Geschichte unternehmen. Mljet punktet mit seiner wildromantischen Natur, ein pulsierendes Nachtleben wird man hier allerdings vergebens suchen. Umweltschutz wurde auf Mljet seit jeher groß geschrieben, bereits im 15. Jahrhundert wurde die Zerstörung der Wälder als Verbrechen geahndet. Die Natur dankt es mit einer üppigen Vegetation, welche ihresgleichen sucht.

Die Historie der Insel reicht weit in die Vergangenheit zurück. So soll sie doch bereits in der Bibel als Insel Melite Erwähnung gefunden haben, auf der Apostel Paulus Schiffbruch erlitt. In Homers “Odyssee” wurde sie als Insel “Kalypso” genannt, wo Odysseus mit der Nymphe Calypso sieben Jahre seines Lebens verbrachte. In späteren Jahrhunderten Seeräuberdomizil und Verbannungsort, birgt Mljet zahlreiche historische Spuren und so manches Geheimnis, welches in der Geschichte verborgen blieb.

Insel Mljet

Als Touristenzentrum der Insel gilt Pomena. Zu den größten Sehenswürdigkeiten der Insel zählen die beiden durch Verkarstung entstandenen Salzwasserseen, welche ein einzigartiges geologisches Phänomen darstellen. Auf dem Veliko jezero verkehren Wassertaxis zur Klosterinsel Sv. Marija, einem ehemaligen Benediktinerkloster aus dem 12. Jahrhundert. Von Pomena lassen sich ausgedehnte Touren in den Nationalpark Mljet unternehmen, welcher sich auf dem Westteil der Insel erstreckt. Das 1960 gegründete Naturreservat beeindruckt mit bizarren Kliffen und Riffen, sowie dichten Pinien-, Steineichen- und Kiefernwäldern. In den Wäldern sind Mungos heimisch, welche Anfang des 20. Jahrhunderts zur Ausrottung der Giftschlangen hier ausgesetzt wurden. Das Experiment gelang und man kann heute gefahrlos durch die Wälder spazieren. Zu den beliebtesten Wanderzielen im Nationalpark zählen der Gipfel des Montokuk und die Odysseus-Höhle, wo sich das Licht besonders in der Mittagszeit in herrlichen Farben bricht und sich Odysseus einst in die Nymphe Calypso verliebt haben soll.

Hauptort der Insel ist Babino Polje, mit 600 Einwohnern zugleich auch die größte Siedlung Mljets. Über die Bräuche und Traditionen der Insel informiert das Trachtenmuseum. Von der Kapelle am Ortseingang zweigt ein Wanderweg zum 514 Meter hohen Veli Grd, der höchsten Erhebung der Insel ab. Vom kleinen Fährhafen Polace verkehren täglich Schiffverbindungen zur Halbinsel Peljesac. Historisch von Interesse sind die Ruinen des römischen Palastes, einstiger Wohnsitz des verbannten Kaisers Severus und seines Sohnes Opian. Das Dörfchen Korita wird überragt von einem Wehrturm aus dem 17. Jahrhundert. Nicht versäumt werden sollte der Besuch der Ölmühle und der gotischen St. Veit Kirche.

Plitvicer Seen

Spektakulär und beeindruckend präsentieren sich die Plitvicer Seen, die bekannteste Natur-Sehenswürdigkeit Kroatiens. Die traumhafte Canyonlandschaft wurde bereits 1949 zum Nationalpark erklärt und ist somit die älteste Einrichtung dieser Art in Südost-Europa. Das Herzstück des Nationalparks bilden 16 kaskadenförmig angeordnete Seen, welche durch mehr als 90 Wasserfälle, die sich in das Quellbecken des Flusses Korana stürzen, miteinander verbunden sind. Die durch unterirdische Karstzuflüsse gebildeten Gewässer werden durch Kalksteinbarrieren begrenzt und sind ständigen Veränderungen unterworfen. Größter See ist der Proscansko jezero, der Legende nach ließ ihn die Schwarze Königin entstehen, als sie von der Bevölkerung um Wasser gebeten wurde. Malerisch von Buchenwäldern umgeben liegt der See Kozjak, welcher mit umweltfreundlichen Elektrobooten befahren werden kann.

Plitvicer Seen

Der Nationalpark verfügt über zwei Eingänge, welche von der N1, aus Richtung Zagreb und Split kommend, gut zu erreichen sind. Das Areal öffnet täglich zwischen 08.00 und 20.00 Uhr seine Tore. Alle Wanderwege sind ausgeschildert. Auf Holzstegen und Treppen lassen sich die Plitvitzer Seen bequem durchwandern. Autos sind im Park tabu. Auch Wasserratten müssen auf den Sprung ins kühle Nass verzichten, werden aber mit dem Anblick der herrlichen Naturlandschaft mehr als entschädigt. In etwa vier Stunden lässt sich der Rundwanderweg um die Seen bewältigen. Individuell können auch kleinere Touren gewählt werden. Es verkehren Shuttelbusse bis zu den jeweiligen Einstiegsstellen. Über schier endlose Treppen stößt man in das bewaldete Herz des Nationalparks vor. Dabei überwindet man 900 Höhenmeter bis hinauf zum Wasserfall Veliki slap, welcher sich 78 Meter tosend in die Tiefe stürzt.

plitvicka jezera

Auf Grund extremer Höhenunterschiede sind an den Plitvicer Seen verschiedene Klimazonen anzutreffen und es konnte eine besonders artenreiche Tier- und Pflanzenwelt in dem Gebiet heimisch werden. Neben mehr als 1 200 Pflanzenarten und mehr als 100 verschiedenen Vögeln finden auch Bären, Wölfe und Luchse an den Plitvicer Seen einen idealen Lebensraum. Auf dem Gelände des Nationalparks befinden sich 19 kleine Siedlungen, welche zur Gemeinde Plitvicka Jezera zusammengeschlossen wurden. Das 300 Quadratkilometer große Areal wurde bereits Mitte des 19. Jahrhunderts für den Tourismus in Kroatien erschlossen und wird jährlich von etwa 900 000 Touristen besucht. Deutschen Urlaubern wird die Landschaft aus den Karl-May-Verfilmungen noch gut in Erinnerung sein. Agierten doch Winnetou und seine Mannen auf der Kinoleinwand vor der herrlichen Kulisse der Plitvitzer Seen.

In der kalten Jahreszeit verwandeln sich die Plitvicer Seen in eine Wintermärchen. Dünnes Eis bedeckt die Wasseroberfläche und die Wanderwege werden zu Langlaufloipen. Doch pünktlich mit den ersten warmen Sonnenstrahlen beginnt die Natur zu erwachen und sich von ihrer schönsten Seite zu zeigen.

Hvar

Hvar in Kroatien ist eine wahre Perle unter den Adriainseln. Herrliche Naturschönheiten, ein kulturelles Erbe, welches bis in die Antike zurückreicht und mehr als 2 700 Sonnenstunden pro Jahr machen die 68 Kilometer lange Insel zu einem beliebten Reiseziel. Die “Lavendelinsel” entfaltet ihren ganzen Zauber in den Monaten Mai bis Juli. Das auf Hvar gewonnene Lavendelöl zählt zu den begehrtesten Souvenirs der Insel. Im milden Mittelmeerklima reifen auch Oliven, Zitrusfrüchte und hervorragende Trauben. Wenn in den gemütlichen Tavernen der Wein serviert wird und die alten Lieder der Insel erklingen, liegt der Alltag weit zurück. Ende August werden auf Hvar die Weintage gefeiert und es herrscht vielerorts Volksfeststimmung.

Hvar

Der Inselhauptort Hvar bietet besonders von der Seeseite aus gesehen einen reizvollen Anblick. Zahlreiche Stadtburgen dominieren das Bild. Hoch über der Stadt thront die Festung Fortica aus dem 13. Jahrhundert, welche nur auf steilen Wegen erreichbar ist. Auf einer Halbinsel, welche den Hafen umschließt, erbauten die Franzosen Anfang des 19. Jahrhunderts die Festung auf dem Kreuzkap. Der Verteidigung des Hafens diente auch die Festung auf dem Berg Sveta Katarina, welche heute eine prächtige Kulisse für vielfältige Veranstaltungen bietet. Schmuckstück der Stadt ist der Hauptplatz Pjaca. Hier befinden sich die Kathedrale mit dem Bischofshof, das Domkloster und die Kirche Aller Heiligen. Stolze Grandhotels säumen die Hafenpromenade. In ihrem Schatten künden schmucke Villen von venezianischer Zeit. Bedeutendster Bau der Stadt ist die Stadtloggia des italienischen Baumeisters Giangirolamo Sanmicheli, welche heute Teil des Luxushotels “Palace” ist. Read more

Brac

Brac, die drittgrößte Adriainsel, vor der Küste Mitteldalmatiens, bietet ihren Besuchern viel Abwechslung. Die bevölkerungsreichste der kroatischen Inseln verfügt über ein facettenreiches Landschaftsbild und ein reiches kulturelles Erbe. Weltruf genießt der an Marmor erinnernde Kalkstein, welcher auf der Insel gewonnen wird und unter anderem im Berliner Reichstag verbaut wurde.

Aktivurlaubern empfiehlt es sich, im Badeort Bol Quartier zu beziehen. Das lebendige Städtchen gilt als Ausgangspunkt für eine Besteigung des Vidova Gora, mit 778 Metern die höchste Erhebung der Adria. Der wildromantische Weg führt vorbei an blühender Heide und urwüchsigen Disteln und wird begleitet von einer traumhaften Aussicht auf die Inselwelt Dalmatiens. Einer der schönsten Strände Kroatiens ist zweifelsfrei das “Goldene Horn”. Die 300 Meter lange Landzunge ist dem Spiel von Wellen und Wind ausgesetzt und verändert ihre Form ganz nach den Launen der Natur. Ein Badetag jedoch wird an Bols Vorzeigestrand immer zum Erlebnis.

Brac

Kulturinteressierte Touristen können im Dominikanerkloster des Ortes ein interessantes Museum zur Regionalgeschichte besuchen. Das Kloster verfügt über einen eigenen Strand und herrliche Gartenanlagen. Wer Ruhe und Einkehr sucht, dem bieten die Mönche auch Übernachtungsmöglichkeiten an. Bol ist berühmt für seinen ausgezeichneten Wein. Einen süffigen Bolski Plavac begleiten regionale Spezialitäten wie Lammbraten oder auf Holzkohle gegrillter Fisch. Wer am 5. August nach Bol kommt, kann das Fest der Muttergottes zum Schnee miterleben. Der Legende nach soll an diesem Tag einmal Schnee in Bol gefallen sein. In der Abgeschiedenheit der Bergwelt lohnt eine Wanderung zum Höhlenkloster Blaca, welches direkt in den Fels gebaut wurde. Historisch von Bedeutung sind die Wandreliefs der Drachengrotte bei Murvica.

Hauptort der Insel Brac ist Supetar. Die Stadt verfügt über eine Fährverbindung nach Split. Eine Überfahrt dauert etwa eine Stunde. Hotels, Bars, Diskotheken und moderne Villen prägen das Bild Supetars. Das wohl skurrilste Gebäude der Stadt ist das 1914 erbaute Mausoleum der Familie Petrinivic, welches verschieden Baustile und Miniaturausgaben von Bauwerken Dalmatiens aufweist. Supetar ist der perfekte Urlaubsort für Nachtschwärmer und Sportbegeisterte. Vor Ort gibt es eine Tauchschule, einen Rad- und einen Bootsverleih, weiterhin zählen Tennis und Tischtennis zu den zahlreichen sportlichen Angeboten. Radwanderwege und Mountainbikestrecken erschließen die herrliche Umgebung Supetars.

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Auf einer Hochebene erstreckt sich Vidova Gora. Hier lässt sich ein ruhiger Urlaub verleben. Im Schatten der berühmten dalmatischen Schwarzkiefern führen idyllische Wanderwege in das ursprüngliche Herz der Insel. Historisch interessierte Urlauber können um Vidova Gora auf Entdeckungsreise gehen. Der Ort ist bekannt für seine zahlreichen Kirchen, welche oftmals recht versteckt liegen und nur zu Fuß zu erreichen sind. Zu den bekanntesten Sakralbauten zählen die Reste einer Basilika aus dem 6. Jahrhundert in Povlja, sowie die Ruine einer Kirche aus dem 5. Jahrhundert in Lovrecina.

Vis

Die Insel Vis ist ein paradiesisches Eiland, weit draußen im Meer und vom Tourismus kaum berührt. Das Klima ist ausgesprochen mild und lässt wunderbare Weißweine reifen, welche schon von den Griechen gepriesen wurden. Die Unterwasserwelt, mit ihren Grotten und ihrem Fischreichtum, ist ein Mekka für Taucher. Entlang der drei Bergketten, deren höchste Erhebung der 585 Meter hohe Hum bildet, lassen sich herrliche Wanderungen unternehmen.

Zwischen 1976 und 1989 erklärte die jugoslawische Regierung die Insel Vis zum Sperrgebiet, was dazu beitrug, dass sich die Insel ihre Ursprünglichkeit erhalten konnte. Heute verkehren täglich Fährschiffe zwischen Split und Vis. Auf die Insel kommen Gäste, welche das einfache Leben in der Natur schätzen und die Nähe zu Land und Leuten suchen. Auch Aktivurlauber finden auf Vis vielfältige Möglichkeiten. Besonders bei Radlern ist die Insel sehr beliebt. Es existieren ausgezeichnete Radwege und ein Busshuttle befördert erschöpfte Radler. Die Häfen in Komiza und Vis verleihen Boote, mit denen man die Umgebung der malerischen Insel erkunden kann.

Insel Vis

Das Städtchen Vis gilt als ältester Ort Dalmatiens und wurde 397 v. Chr. Von den Syrakusern gegründet. Funde aus römischer und illyrischer Vergangenheit können im Archäologischen Museum, welches im Haus Dojmi-Delupis untergebracht ist, besichtigt werden. Auf der Halbinsel Prirovo lohnt das Franziskanerkloster aus dem 16. Jahrhundert den Besuch, welches aus den Resten eines römischen Theaters entstand. Der Stadtpark ist ein Paradies für Pflanzenliebhaber, ganze sieben Palmenarten sind hier heimisch. In der angeschlossenen Gärtnerei werden sie auch als Zimmerpflanzen angeboten und gelten als beliebte Souvenirs.

Am Fuße des Berges Hum befindet sich Komiza, ein beliebter Badeort mit herrlichem Sandstrand und palmengesäumter Uferpromenade. Ein für die Insel typisches Fischerboot kann im Fischfangmuseum bestaunt werden. Sakraler Mittelpunkt des Ortes ist die Klosterkirche Sv. Nicola aus dem 16. Jahrhundert. Ausflugsboote bringen die Touristen in weniger als einer Stunde auf die benachbarte Insel Bisevo. Ein Publikumsmagnet ist hier die Höhle Modra spilja. Die Blaue Grotte bietet besonders am späten Vormittag ein beeindruckendes Farbenspiel.

Istrien

Istrien, die Halbinsel im Nordwesten Kroatiens, zwischen dem Golf von Triest und der Kvarner Bucht, zählt zu den beliebtesten Ferienzielen Kroatiens. Die facettenreiche Küstenlandschaft, mit ihren malerischen Buchten und traumhaften Stränden, die herrlichen Naturschönheiten und das reiche kulturelle Erbe in den Städten Istriens ziehen Touristen in ihren Bann. Die Geschichte Istriens reicht weit zurück. So lassen sich an den Stränden vermehrt versteinerte Fußabdrücke von Dinosauriern entdecken. In der Antike galt die Halbinsel als Seeräuberdomizil. 400 Jahre bestimmten die Venezier das Geschick Istriens. Der Tourismus begann sich im 19. Jahrhundert zu entwickeln und zählt heute zu den Haupteinnahmequellen der Region.

Istrien

Für den Fremdenverkehr am besten erschlossen ist die Westküste von Istrien. Porec zählt zu den größten Ferienorten Kroatiens. Das Bild der 2 000jährigen Stadt wird beherrscht von der Euphrasius-Basilika, welche gut erhaltene byzantinische Mosaike aus Marmor, Gold oder Perlmutt beherbergt. Im Barockpalast Sincic ist ein Heimatmuseum untergebracht. Das Café im Innenhof lädt zu stimmungsvollen Aufenthalten ein. Entlang der breiten Riva herrscht reges Treiben, bis weit in die Nacht hinein. In die bizarre Welt der Stalaktiten und Stalagmiten entführt die Tropfsteinhöhle von Baredine. Den Höhepunkt der Besichtigung der fünf Hallen bildet ein unterirdischer See.

Das Hafenstädtchen Umag bietet Aktivurlaubern vielfältige Angebote. So verfügt der Ort über mehr als 100 Tennisplätze und ist Austragungsort der “ATP Coratian Open”. Im Stadtmuseum künden steinerne Zeugen von der römischen Vergangenheit Istriens. Der frühere Fischerort Medulin besitzt den einzigen Sandstrand Istriens. Besonders Familien mit Kindern und die Jugend werden sich in Medulin wohl fühlen. Zahlreiche Bars und Diskotheken sorgen für Stimmung. Als Highlight werden Panoramaflüge über die Stadt angeboten.

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Pula ist die größte Stadt Istriens. Die Stadtmauern umschließen 3 000 Jahre Geschichte. Imposantestes Bauwerk ist das römische Amphitheater aus dem 1. Jahrhundert, welches einst 23 000 Menschen Platz bot. Heute informiert eine Ausstellung die Gäste in den historischen Mauern über den Wein- und Olivenanbau in römischer Zeit. Vom römischen Kastell aus dem 13. Jahrhundert bietet sich ein wunderschöner Ausblick auf die “Stadt der sieben Hügel“. An den Wochentagen belebt der größte Obst- und Gemüsemarkt Istriens die Altstadt. Ein Zeugnis der Zeitgeschichte liefert der Marine-Gedenkfriedhof oberhalb des Hafens. Hier fanden zahlreiche Offiziere und Soldaten ihre letzte Ruhestätte.

Das Hinterland Istriens ist ein Domizil für Entdecker und Individualisten. Vorbei an üppigen Weinbergen, welche Teran- und Malyazija Trauben reifen lassen, führen die Wege zu uralten Kirchen. Wer die Felder durchstreift, wird auf Schutzhütten der Hirten, welche “Kazuns” genannt werden, stoßen. Eine Reise in die Vergangenheit verspricht auch ein Besuch in Hum, der kleinsten Stadt der Welt. Gerade einmal drei Familien bewohnen das historische Kleinod, in dem die Zeit seit 1 000 Jahren still zu stehen scheint. Mittelalterliches Flair erwarte die Gäste auch in Motovun. Das Städtchen im Tal der Mirna ist berühmt für seine Trüffel. Der historische Stadtkern aus Palazzi, Bürgerhäusern und Kirchen lässt sich auf der Stadtmauer fast komplett umwandern.

Unije

Die autofreie Insel Unije befindet sich im Archipel Losinj, im nördlichen Teil der Adria. Auf der 15 Kilometer langen Insel lässt sich ein ruhiger, erholsamer Urlaub abseits des Massentourismus verleben. Zwischen April und Oktober entfaltet sich im mediterranen Klima eine üppige Vegetation. Einsame Wege und romantische Buchten laden zu gemütlichen Spaziergängen und romantischen Strandaufenthalten ein.

Die Insel Unije ist per Ausflugsbooten und Linienschiffen von den Städten Rijeka und Mali Losinj erreichbar. Wer privat durch die Adria schippert, sollte die Untiefen am Felsen “Skoljic” nicht unterschätzen. Maracol ist die größte Bucht der Insel und besonders für Segler ein beliebter Anlaufpunkt.

Insel Unije

Wenn auch die Insel Unije bereits zu römischer Zeit besiedelt war, zählt sie heute zu den ruhigsten Inseln der Adria und ist somit ideal für Ihren Kroatien Urlaub. Die einzige Ansiedlung ist das Dorf Unije, auf der Westseite der Insel. Gerade einmal 80 Einwohner sind hier Zuhause. Die Menschen leben vom Gartenbau und vom Fischfang und sind herzliche Gastgeber. Das Dorf selbst wuchs um die St. Andreas Kirche, deren Glockenturm die Insel überragt. In den gemütlichen Eiscafés und Tavernen kann man den Alltag weit hinter sich lassen und den besonderen Charme dieser traumhaften Insel genießen. Nicht versäumen sollte man den Besuch im kleinen privat geführten Ethnografischen Museum. Die Kieselstrände und Buchten um Unije sind noch ein wahrer Geheimtipp und oftmals nur über wildromantische Pfade zu erreichen. Ausflüge lohnen auf die benachbarte Insel Susak, welche ihren herrlichen Sandstrand einer Aufschwemmung eines Flussbettes in der letzten Eiszeit verdankt.

Krk

Kontrastreich präsentiert sich Krk, die nördlichste Insel des Mittelmeeres. Das Landschaftsbild wird geprägt von den Höhenzügen des Obzova im Inselsüden bis hin zu fruchtbaren Niederungen im Nordtteil der Insel. Auf Grund seiner ausgezeichneten Infrastruktur eignet sich Krk hervorragend zum “Inselhüpfen”. Seit 1980 ist die Insel durch die einen Kilometer lange Krk-Brücke mit dem Festland verbunden. Weiterhin existieren ein Flughafen bei Omisalj im Norden der Insel, sowie Busverbindungen nach Zagreb und Rijeka. Ebenfalls besteht eine ganzjährige Fährverbindung zur benachbarten Insel Cres.

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Wunderschöne Ausblicke garantiert eine Wanderung unmittelbar in Küstennähe zwischen den Orten Malinska und Porat. Der Badeort Malinska ist für sein Mikroklima bekannt. Aber auch das Freizeitangebot lässt keine Wünsche offen. Die Palette reicht von Tennisanlagen und Tauchschulen bis hin zu vielfältigen Nachtclubs und einem Casino. Porat ist ein malerischer Fischerort, wo ein altes Kloster besichtigt werden kann. Zu den schönsten Wanderwegen der Insel zählt der Paradiesweg, welcher von Malinska nach Njivice führt.

Die Römer gründeten vor 2 000 Jahren Krk, den Hauptort der Insel. Der beliebte Kurort zählt zu den schönsten und ältesten Touristenorten der Adria. Bedeutendstes Bauwerk der Stadt ist der Dom aus dem 12. Jahrhundert, welcher historische Grabplatten und ein silbernes Altarblatt der Frankopanen beherbergt. Weiterhin faszinieren verschiedene Festungen und die alte Stadtbefestigung der Venezier ihre Betrachter. Das Leben pulsiert auf den zentralen Platz Vela Placa. Über das Seetor gelangt man zur Seepromenade. Das besonders klare Wasser der Stara Baska lädt zum Baden entlang des drei Kilometer langen Sandstrandes ein. Tennis, Segeln, Bananaboot fahren und Paragliden sind weitere sportliche Highlights, welche in Krk geboten werden.

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Baska, der zweitgrößte Ort der Insel, beeindruckt mit seiner traumhaften Lage. Der zwei Kilometer lange Feinkieselstrand zählt zu den schönsten Kroatiens. Wassertaxis transportieren die Gäste zu weiteren malerischen Buchten. Die Schrifttafel von Baska, welche als Kopie in der St.-Lucija-Kapelle aufbewahrt wird, zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen kroatischer Kultur. Das Original der in glagolitischer Schrift beschriebenen Tafel befindet sich in Zagreb. Schmuckstück der Pfarrkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit ist ein Altarbild Marco Marziales aus dem 15. Jahrhundert. Wertvolle Skulpturen vergangener Jahrhunderte werden im Heimatmuseum des Ortes der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Für Bootstouristen von besonderem Interesse ist Punat, hier befindet sich, mit 800 Liegeplätzen, der größte Segelhafen der kroatischen Adria.

Cres

Die Insel Cres erstreckt sich im nördlichen Teil der Kvarner Bucht und gilt, mit einer Länge von 68 Kilometern, als größte Insel der Adria. Den Touristen erwarten unberührte Naturschönheiten, saubere Strände entlang der 248 Kilometer langen Küstenlinie und ein ausgezeichnetes touristisches Angebot. Im bewaldeten Inselnorden herrscht mildes Mittelmeerklima und es gedeihen Wein und Oliven. Die gebirgige Insel erreicht im 648 Meter aufragenden Gorice ihren höchsten Punkt. Erreichbar ist die Insel Cres per Fährverbindung zwischen den Städten Brestova und Porozina. Über eine Drehbrücke in Osor ist Cres mit der Insel Losinj verbunden.

Zu den größten Sehenswürdigkeiten der Insel Cres zählt der Süßwassersee Vrana, ein außergewöhnliches Naturphänomen. Während die Oberfläche des Gewässers 13 Meter über dem Meeresspiegel liegt, befindet sich der Boden ganze 74 Meter unterhalb der Meeresoberfläche.

Insel Cres

Vielfältige Übernachtungsmöglichkeiten bietet der Inselhauptort Cres. Die romantische autofreie Altstadt betritt man durch das Stadttor, welches der Markuslöwe ziert. Ein Bummel durch die Gässchen der venezianisch anmutenden Stadt sollte nicht versäumt werden. Als beliebter Treffpunkt gilt das Hafenbecken Mandrac, wo sich zahlreiche nostalgische Straßencafés befinden. Sakraler Mittelpunkt des Städtchens ist die gotische Pfarrkirche St. Maria in Schnee. Im Stadtmuseum können Skulpturen und Gemälde besichtigt werden. Der Palast Arsan-Petris beherbergt archäologische Funde aus der Region. Aktivurlauber können einen Kurs in der Tauchschule belegen, eine Jacht chartern oder am 360 Meter langen Strand baden, wandern und relaxen.

Wasserratten und Sonnenanbeter wird auch der Fischerort Valun begeistern. Am weißen Kieselstrand kann man herrlich die Seele baumeln lassen. In der geschützten Bucht erwärmt sich das Wasser im Sommer besonders schnell. Historisch von Interesse ist die Marienkirche, welche, mit der “Tafel von Valun” aus dem 11. Jahrhundert, eine der ältesten kroatischen Schriftüberlieferungen beherbergt. Gourmets können in der alten Ölmühle des Ortes hervorragend und stimmungsvoll speisen.

Besonders der Inselnorden, welcher sich Tramuntana nennt, gilt als Wanderdomizil. Reizvoller Ausgangspunkt für die Entdeckung der Umgebung ist das Dörfchen Beli, wunderschön über dem Meer gelegen. Der Ort blickt auf eine 4 000jährige Besiedlungsgeschichte zurück. Am Hafen zweigen verschiedene Wanderwege ab. So kann man einem Skulpturen- oder Ökopfad folgen oder über eine Brücke aus römischer Zeit spazieren. In den Sommermonaten informiert eine Ausstellung über die auf der Insel ansässigen Gänsegeier. Etwa 60 Paare der seltenen Vögel sind in den Gebirgslagen der Insel Cres gesichtet worden.